Beiträge für Unternehmen für betriebsinterne Weiterbildungsmaßnahmen

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Beiträge für Unternehmen für betriebsinterne Weiterbildungsmaßnahmen

Allgemeine Beschreibung

Vergabe von Beiträgen für Unternehmen, welche betriebsintern für ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen berufliche Weiterbildungsmaßnahmen organisieren.

Begünstigte

Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Auszahlung des Beitrages eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Südtirol haben. Unternehmen ist jede Einheit, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt, und zwar unabhängig von ihrer Rechtsform.

Zielgruppe

Zur Finanzierung zugelassen sind nur jene Kurse, an denen mindestens sechs im Unternehmen beschäftigte Personen teilnehmen, und zwar unabhängig von der Art ihres Arbeitsverhältnisses und von ihrer Qualifikation; davon ausgenommen sind Freiwillige und freiberuflich Tätige. Zur Zielgruppe zählen auch Inhaber und Inhaberinnen, Gesellschafter und Gesellschafterinnen und mitarbeitende Familienmitglieder, welche eine regelmäßige Tätigkeit im Unternehmen ausüben, sowie Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen in der Lohnausgleichskasse.

Zulässige Weiterbildungsmaßahmen

Zugelassen sind Weiterbildungsmaßnahmen mit einer Dauer von insgesamt maximal 500 Unterrichtsstunden (1 Unterrichtsstunde = 60 Minuten) und mit berufsbezogenen Inhalten, die den Wirtschaftssektor des Unternehmens sowie die beruflichen Perspektiven und die Qualifizierungs – und Weiterbildungsbedürfnisse der darin beschäftigten Personen betreffen. Jede Weiterbildungsmaßnahme kann aus einem oder mehreren Kursen bestehen.

Zulässige Ausgaben

  • Stundenvergütung für die unterrichtenden Personen
    • Internes unterrichtendes Personal
    • Externe Unterrichtende (verschiedene Vergütungsgruppen nach Ausbildungsgrad, Lehr- und Arbeitserfahrung)
  • Fahrtspesen der externen Unterrichtenden
  • Miete der Unterrichtsräume
  • Personalkosten für Weiterbildungsteilnehmende/Kosten für den Arbeitsausfall

Nicht zur Finanzierung zugelassen sind folgende Maßnahmen:

  • Einzelunterricht,
  • Coaching, Supervision und Beratung,
  • Distant Learning und E-Learning-Kurse,
  • Kurse, die in den Bereich Gesundheit fallen,
  • Kurse zur Erlangung von Führerscheinen jeglicher Art,
  • verpflichtende Kurse im Bereich Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz laut gesetzesvertretendem Dekret vom 9. April 2008, Nr. 81, in geltender Fassung,
  • Weiterbildungsmaßnahmen, die bereits durch das Aus- und Weiterbildungsangebot der Landesberufsschulen
    abgedeckt sind,
  • verpflichtende Bildungsmaßnahmen, welche auf EU-, Staats- oder Landesebene gesetzlich vorgeschrieben sind (z.B. Lehre),
  • Weiterbildungsmaßnahmen, welche bereits direkt durch öffentliche Mittel mitfinanziert werden.

Umfang der Förderungen

Kleinst- und Kleinunternehmen: 70%
Mittlere Unternehmen: 60%
Große Unternehmen: 50%

Höchstgrenzen der förderungsfähigen Ausgaben pro Jahr und pro Unternehmen

Es kann ein maximaler Beitrag von 30.000,00 Euro je Gesuch vergeben werden, wobei die anerkannten Kosten mindestens 1.500,00 Euro betragen müssen.
Jedes Unternehmen kann in einem Kalenderjahr mehrere Beitragsgesuche einreichen. Jedes weitere Gesuch darf aber erst dann eingereicht werden, wenn die vorhergehende, vom Bereich Deutsche Berufsbildung finanzierte Weiterbildungsmaßnahme abgeschlossen ist.

Einreichtermin

Das Gesuch ist beim Bereich Deutsche Berufsbildung vor Beginn der Weiterbildungsmaßnahme mittels Pec-Mail einzureichen.

Antrag

Die Einreichung des Antrages erfolgt mittels Antragsformular, das auf der Internetseite der Autonomen Provinz Bozen heruntergeladen werden kann: http://www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen-az.asp?bnsv_svid=1015080.

Dem Antrag sind folgende Dokumente beizulegen:

  • Erklärung Beihilferegelung und Deggendorf,
  • Kostenvoranschlag,
  • Kopie des Ausweisdokuments des gesetzlichen Vertreters,
  • Dokumentation und Berechnung der Personalkosten für die Weiterbildungsteilnehmenden,
  • Teilnehmerliste (Excel-Tabelle),
  • Lebensläufe der unterrichtenden Personen.

Weitere Verpflichtungen

  • Die Weiterbildungsmaßnahme muss – außer in begründeten Fällen – innerhalb von 12 Monaten ab Mitteilung der Beitragsgewährung vollständig durchgeführt und abgeschlossen we rden.
  • Die Weiterbildungsmaßnahme muss – außer in begründeten Fällen – innerhalb von 60 Tagen ab dem Datum der Gesuchseinreichung beginnen.
  • Die begünstigten Unternehmen sind verpflichtet, alle vorgesehenen Unterrichtsstunden durchzuführen, und die Teilnehmenden müssen – außer in begründeten Fällen – mindestens 80% dieser Stunden anwesend sein.
  • Zum Abschluss der Weiterbildungsmaßnahme muss den Teilnehmenden eine Teilnahmebestätigung ausgestellt werden.
  • Die Endabrechnung muss innerhalb von 60 Tagen nach Abschluss der Weiterbildungsmaßnahme beim Bereich Deutsche Berufsbildung eingereicht werden.

Gesetzliche Bestimmungen

Landesgesetz vom 10. August 1977, Nr. 29

Landesgesetz vom 12. November 1992, Nr. 40

Verordnung (EU) vom 17. Juni 2014, Nr. 651/2014

Verordnung (EU) vom 18. Dezember 2013, Nr. 1407/2013

2018-09-05T15:20:36+00:0002.09.2018|EU-Förderungen, Unternehmensförderungen|