Beiträge für Unternehmen für offene, überbetriebliche Weiterbildungsmaßnahmen

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Beiträge für Unternehmen für offene, überbetriebliche Weiterbildungsmaßnahmen

Allgemeine Beschreibung

Vergabe von Beiträgen für Unternehmen, deren Mitarbeitende an offenen, überbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.

Begünstigte

Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten, die zum Zeitpunkt der Auszahlung des Beitrages eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Südtirol haben. Als Unternehmen gilt jede Einheit, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt, und zwar unabhängig von ihrer Rechtsform.

Zielgruppe

Zielgruppe der Weiterbildungsmaßnahmen sind jeweils bis maximal fünf in Südtirol am Rechtsitz oder in einer Betriebsstätte des Antrag stellenden Unternehmens beschäftigte Personen mit Ausnahme der Freiwilligen und der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Zur Zielgruppe
zählen auch Inhaber und Inhaberinnen, freiberuflich Tätige, Gesellschafter und Gesellschafterinnen und mitarbeitende Familienmitglieder, welche eine regelmäßige Tätigkeit im Unternehmen aus – üben, sowie Beschäftigte in der Lohnausgleichskasse.

Zulässige Weiterbildungsmaßahmen

Zugelassen sind Weiterbildungsmaßnahmen mit einer Dauer von insgesamt maximal 500 Unterrichtsstunden (1 Unterrichtsstunde = 60 Minuten) und mit berufsbezogenen Inhalten, die den Wirtschaftssektor des Unternehmens sowie die beruflichen Perspektiven und die Qualifizierungs – und
Weiterbildungsbedürfnisse der darin beschäftigten Personen betreffen. Jede Weiterbildungsmaßnahme kann aus einem oder mehreren Kursen bestehen.

Die Kursveranstalter müssen in ihrer Satzung die berufliche Aus- und Weiterbildung als Zielsetzung vorgesehen haben und in der Regel für die berufliche Aus- und Weiterbildung akkreditiert oder zertifiziert sein. Kursveranstalter und ansuchendes Unternehmen dürfen nicht identisch sein.

Zulässige Ausgaben

  • Kursgebühr (Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Zertifikats- und Prüfungsgebühren sowie Kosten für Kursmaterial ausgenommen)
  • Personalkosten für Weiterbildungsteilnehmende/Kosten für den Arbeitsausfall

Nicht zur Finanzierung zugelassen sind folgende Maßnahmen:

  • Einzelunterricht,
  • Coaching, Supervision und Beratung,
  • Distant Learning und E-Learning-Kurse,
  • Weiterbildungsmaßnahmen, welche direkt am Arbeitsplatz oder im Betrieb durchgeführt werden,
  • Sprachkurse
  • reguläre Schulausbildung und Laureatsstudiengänge,
  • Kurse, die in den Bereich Gesundheit fallen,
  • Kurse zur Erlangung von Führerscheinen jeglicher Art,
  • verpflichtende Kurse im Bereich Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz laut gesetzesvertretendem Dekret vom 9. April 2008, Nr. 81, in geltender Fassung,
  • Weiterbildungsmaßnahmen, die bereits durch das Aus- und Weiterbildungsangebot der Landesberufsschulen abgedeckt sind,
  • verpflichtende Bildungsmaßnahmen, welche auf EU-, Staats- oder Landesebene gesetzlich vorgeschrieben sind (z.B. Lehre),
  • Weiterbildungsmaßnahmen, welche bereits direkt durch öffentliche Mittel mitfinanziert werden.

Beitragshöhe

Jedem Unternehmen kann für die Teilnahme von höchstens fünf seiner Beschäftigten an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen im In- oder Ausland ein Beitrag von maximal 10.000,00 Euro pro Kalenderjahr gewährt werden. Der Beitrag für jede einzelne beschäftigte Person kann dabei maximal
3.000,00 Euro pro Kalenderjahr betragen. Jedes Unternehmen kann in einem Kalenderjahr mehrere Beitragsgesuche einreichen.

Der Beitrag wird nur dann gewährt, wenn die Kursgebühr für die im Gesuch angegebene Weiterbildungsmaßnahme mindestens 400,00 Euro beträgt.

Der Beitrag kann bis zu 80% der anerkannten Kosten betragen, der Restbetrag geht zu Lasten des Unternehmens.

Einreichtermin

Das Gesuch ist beim Bereich Deutsche Berufsbildung vor Beginn der Weiterbildungsmaßnahme mittels Pec-Mail einzureichen.

Antrag

Die Einreichung des Antrages erfolgt mittels Antragsformular, das auf der Internetseite der Autonomen Provinz Bozen heruntergeladen werden kann: http://www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen-az.asp?bnsv_svid=1029731.

Dem Antrag sind folgende Dokumente beizulegen:

  • Erklärung De-Minimis,
  • Kopie des Ausweisdokuments des gesetzlichen Vertreters,
  • Dokumentation zu den Weiterbildungsmaßnahmen.

Weitere Verpflichtungen

  • Die Weiterbildungsmaßnahme muss – außer in begründeten Fällen – innerhalb von 24 Monaten ab Mitteilung der Beitragsgewährung vollständig durchgeführt und abgeschlossen werden
  • Die Weiterbildungsmaßnahme muss – außer in begründeten Fällen – innerhalb von 60 Tagen ab dem Datum der Gesuchseinreichung beginnen.
  • Die Weiterbildungsteilnehmenden müssen – außer in begründeten Fällen – mindestens 80% der vorgesehenen Unterrichtsstunden besuchen. Zum Abschluss der Weiterbildungsmaßnahme muss den Teilnehmenden eine Teilnahmebestätigung ausgestellt werden.
  • Die Endabrechnung muss innerhalb von 60 Tagen nach Abschluss der Weiterbildungsmaßnahme beim Bereich Deutsche Berufsbildung eingereicht werden.

Gesetzliche Bestimmungen

Landesgesetz vom 10. August 1977, Nr. 29

Landesgesetz vom 12. November 1992, Nr. 40

Verordnung (EU) vom 17. Juni 2014, Nr. 651/2014

Verordnung (EU) vom 18. Dezember 2013, Nr. 1407/2013

2018-09-05T15:19:36+00:0002.09.2018|EU-Förderungen, Unternehmensförderungen|