Was ist LEADER?

Was ist LEADER?

Chancen und Voraussetzungen dieser EU-Fördermaßnahme

Der Begriff LEADER kommt aus dem Französischen und steht für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“, was im Deutschen so viel heißt wie „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raumes“.

LEADER ist eine Fördermaßnahmen der EU, mit der seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im Ländlichen Raum gefördert werden. Es handelt sich hierbei um einen methodischen Ansatz der Regionalentwicklung, der es den Menschen vor Ort ermöglicht, die Entwicklung ihrer Region mitzugestalten.

Chancen und Voraussetzungen dieser EU-Fördermaßnahmen

Dafür stehen den sogenannten LEADER-Regionen Fördergelder zur Verfügung, welche über das Entwicklungsprogramm für den Ländlichen Raum 2014-2020 der Autonomen Provinz Bozen ausgeschüttet werden, und anteilsmäßig von der EU, dem Staat und dem Land eingebracht werden.

Die LEADER-Förderung ist eine Anteilsfinanzierung; das bedeutet, dass damit nur ein Teil der Projektkosten finanziert werden kann. Für den Rest müssen die Projektträger ausreichend Eigenmittel einbringen.

Südtirol zählt in der laufenden Programmperiode sechs LEADER-Gebiete:

Wer erhält Fördermittel?

Die Förderung richtet sich an Bezirksgemeinschaften und Gemeinden, an private Träger wie kleine und mittlere Unternehmen, landwirtschaftliche Betriebe, Kooperationsgruppen und Genossenschaften sowie Vereine und Verbände Damit ein Antragsteller einer Förderung erhält, muss er die im Lokalen Entwicklungsplan (LEP) festgeschriebenen Voraussetzungen erfüllen.

Was wird gefördert?

LEADER fördert eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im ländlichen Raum. Dazu gehören:

  • Die Erhöhung der Wertschöpfung aus regionalen Produkten und die Förderung von KMUs bzw. nicht-landwirtschaftlichen Tätigkeiten.
  • Die Ausarbeitung von Konzepten und Plänen für die Entwicklung von Gemeinden und ihrer Basisdienstleistungen.
  • Die Förderung von Investitionen in Freizeitinfrastrukturen, Fremdenverkehrsinformationen und kleine touristische Infrastrukturen.
  • Der Erhalt des Gleichgewichts von Natur- und Kulturlandschaft und die Verbesserung der Umweltqualität.
  • Die Inwertsetzung, der Erhalt und die Wiederherstellung des kulturellen und natürlichen Erbes von Dörfern und Gebieten mit hohem Naturwert.

Wer entscheidet über die Förderwürdigkeit des Vorhabens?

Die Förderanträge werden von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) auf ihre formelle und inhaltliche Zulässigkeit geprüft und dann auf der Grundlage von festgelegten Projektauswahlkriterien mittels Punkten bewertet. Gemäß dem daraus erzielten Ergebnis werden die Förderanträge gereiht und bis zur Ausschöpfung der jeweils bereitgestellten Fördergelder genehmigt. Im Anschluss an das positive Votum der LAG sind die Förderunterlagen beim jeweils zuständigen Landesamt einzureichen.

Sie haben eine passende Projektidee? Dann bewerben Sie sich mit Ihrem Projekt um LEADER-Fördermittel. Wir unterstützen Sie mit unserer ganzen Kompetenz und Erfahrung bei der Ausarbeitung Ihres förderwürdigen Projektantrages.

2018-11-26T10:58:24+00:0027.08.2018|EU-Förderungen, Vernetzung|